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Cisterscapes

Klösterliche Kulturlandschaften verbinden Europa

 

Klöster und ihr Wirken neu im Blick: Der Orden der Zisterzienser hat seit dem Mittelalter Spuren in den Landschaften hinterlassen. Von Burgund aus ließen sich die Zisterzienser in ganz Europa nieder, errichteten Klöster in der Einsamkeit sumpfiger Täler, kultivierten und besiedelten Land. Die Klosterlandschaften weisen noch heute viele Merkmale auf, die an die Prägung durch die Mönche erinnern. Durch den Einfluss der Zisterzienser ähneln sich Landschaft- und Siedlungsstrukturen in weit entfernten Gebieten Europas. Sie sind Zeichen der Zusammengehörigkeit europäischer Identitäten über Jahrhunderte. Das europäische Kooperationsprojekt „Cisterscapes – Cistercian landscapes connecting Europe“ belebt diese Netzwerk neu.

 

Europa vernetzt sich seit dem Mittelalter

Der Landkreis Bamberg ist Träger und Koordinator des transnationalen LEADER-Kooperationsprojekts „Cisterscapes – Cistercian landscapes conneting Europe“. Ausgehend von der ehemligen Abtei Ebrach im Landkreis Bamberg, die 1127 die erste Niederlassung aufstrebenden und mächtigen Zisterzienserordens östlich des Rheins war, vernetzt der Landkreis Bamberg 17 Klosterlandschaften in 5 Ländern. Im April 2024 erhielt dieses transnationale Projekt das Europäische Kulturerbe-Siegel, um  damit die zisterziensischen Klosterlandschaften als grenzüberschreitendes gemeinsames kulturelles Erbe Europas anzuerkennen.

Ein transeuropäischer „Weg der Zisterzienser“ wird als Fernwanderweg die Stätten miteinander verbinden. Die Maßnahmen zur Erfassung, Inwertsetzung und Vermittlung der zisterziensischen Kulturlandschaft werden mit Mitteln der EU, des Landes Bayern, zahlreicher Fördergeber und der Unterstützung der Projektpartner finanziert.

Das Netzwerk Cisterscapes umfasst 17 Kooperationspartnern in 5 europäischen Ländern (Deutschland, Österreich, Tschechien, Polen und Slowenien). Das gemeinsame Kulturerbe sind die bis heute erhaltenen Landschaften der Zisterzienser, die sich durch hohe Einheitlichkeit auszeichnen, bei gleichzeitiger Vielfalt entsprechend den naturräumlichen Gegebenheiten.

Zu Cisterscapes

Der Klosterlandschaft Ebrach im Landkreis Bamberg kommt innerhalb des Netzwerks eine besondere Bedeutung zu: So ist das Kloster Ebrach im Steigerwald nicht nur die früheste Gründung (1127) des Ordens rechts des Rheins, sondern auch eine der aktivsten in Hinblick auf Neugründungen in Mittel- und Osteuropa. Das heutige im Landkreis Bamberg liegende Kloster Ebrach umfasst in seiner historisch- grundherrschaftlichen Ausdehnung auch Teile der Landkreise Schweinfurt, Haßberge, Kitzingen und Neustadt/Aisch. Es war zentral für fränkische Klöster wie Maria Bildhausen, Wechterswinkel, Heilsbronn und Langheim. Mit der Einzelstätte der Klosterlandschaft Waldsassen verbindet neben historisch gewachsener Kooperation auch die gemeinsame Mutterlinie Morimond.

Zum Kloster Ebrach
Zur Historie des Klosters WechterswinkelZum Klostergarten von Wechterswinkel