Das Projekt
Aller.Land - zusammen gestalten. Strukturen stärken
„Aller.Land - zusammen gestalten. Strukturen stärken“ ist ein neues Bundesförderprogramm für Kultur, Beteiligung und Demokratie und richtet sich gezielt an ländliche und strukturschwache Regionen in Deutschland. Es unterstützt beteiligungsorientierte Kulturvorhaben, die in den Regionen selbst erdacht, entwickelt und umgesetzt werden. Im Juni 2025 haben wir für die Umsetzung unseres Projekts „Schaff | Räume Rhön-Grabfeld“ die Zusage bekommen, wofür wir eine Förderung von rund 1,5 Mio. Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren erhalten. Bis 2030 haben wir nun die Zeit und Mittel, das kulturelle Angebot im Landkreis sichtbar zu machen und zu stärken, Kulturschaffende, Vereine und Initiativen zu unterstützen, neue, niedrigschwellige Kulturangebote zu schaffen und gemeinsam Ideen zu verwirklichen.
Als Koordinationsstelle des Programms tritt die Kulturagentur auf. Unsere Aufgabe ist es zunächst, Partner/innen aus Kultur, Kommunen und Zivilgesellschaft zusammen zu bringen, die gemeinsam Veränderungen in unserer Region anstoßen wollen. Denn bei Aller.Land ist die Zukunft eine Frage der gemeinschaftlichen Gestaltung und diese braucht vor allem zwei Zutaten: Ideen und Beteiligung. Daher möchten wir Sie und Euch herzlich einladen, mit uns zusammen am Projekt „Schaff ׀ Räume ׀ Rhön-Grabfeld“ zu arbeiten und unsere Region mitzugestalten!
Sendet gerne Eure Ideen, Angebote und Fragen an schaff-raeume(at)rhoen-grabfeld.de - wir freuen uns!
Schaff | Räume | Rhön-Grabfeld
Rhön-Grabfeld ist groß und lebendig, auch was das Kulturprogramm angeht! Doch nur ein Teil der Menschen fühlt sich von den facettenreichen Kulturangeboten angesprochen. Häufig ist die Erreichbarkeit der Veranstaltungsstätten ein Problem. Es fehlen Angebote des sozialen Miteinanders, die als unverbindliche Treffpunkte in den Orten dienen.
Ziel des Projekts Schaff | Räume | Rhön-Grabfeld ist es daher, neue Räume zu gestalten, die spontane Begegnungen ermöglichen und die zu gemeinschaftlichen kulturellen Aktivitäten und zum Austausch einladen. Räume, die flexibel, temporär und im gesamten Landkreis zu finden sind. Um diese schaffen zu können, wird derzeit ein „Baukasten“ erstellt, der Ideen, regionale Kontakte, Unterstützungs- und Beratungsangebote, Finanzierungsmöglichkeiten, aber auch ganz konkrete Ausstattungsgegenstände enthält.
Zur Aller.Land WebseiteDas Regionale Gremium

Aus der zuvor gegründeten Steuerungsgruppe hat sich im weiteren Verlauf den Projekts das Regionale Gremium gebildet, das 16 Personen umfasst und sich regelmäßig trifft. Die Mitglieder (Interessenvertretungen von Kindern/Jugend, Senioren, Bildung, Ehrenamt, Migration/Integration, Kunst-/Kulturschaffenden, dem Regionalmanagement und Biosphärenreservat Rhön) repräsentieren die demographischen und gesellschaftlichen Bevölkerungsgruppen des Landkreises Rhön-Grabfeld. Das Gremium ist für die inhaltliche Begleitung und strategische Planung des Projektes zuständig und wird für die Dauer des Förderzeitraums von Aller.Land bestehen.
14. Mai 2024: Auftaktveranstaltung
Der Auftakt des Projektes
Mit dem Projekt „Schaff ׀ Räume ׀ Rhön-Grabfeld“ hat sich der Landkreis Rhön-Grabfeld erfolgreich um die Teilnahme am „Aller.Land“-Programm beworben. Die Abwicklung und Koordinierung des Projekts liegt in den Händen der Kulturagentur Rhön-Grabfeld, die am 14. Mai zur offiziellen Auftaktveranstaltung ins Kreiskulturzentrum Kloster Wechterswinkel eingeladen hatte. Der Einladung war ein gewünscht heterogenes Publikum mit rund 50 Interessierten aus Kultur, Politik und Zivilgesellschaft gefolgt.
Eröffnet und moderiert wurde die Veranstaltung durch Corinna Walz, die die Kulturagentur als externe Prozessbegleitung gewinnen konnte. Nach einer Begrüßung durch den stellvertretenden Landrat Bruno Altrichter stimmte Anna Reitberger von der Landesvereinigung für Kulturelle Bildung Bayern die Teilnehmenden mit einem Impulsvortrag auf das Thema der Veranstaltung ein. Bei den sich anschließenden interaktiven Programmpunkten zeigten die Teilnehmenden reges Interesse und großes Engagement. Zu Beginn der Erarbeitungsphase wurden zahlreiche inspirierende Beteiligungsprojekte aus ganz Deutschland im Plenum vorgestellt.
In Kleingruppen wurde dann intensiv diskutiert. Moderiert wurden die Kleingruppen von Mitgliedern der Steuerungsgruppe, die die Kulturagentur bereits vorab ins Leben gerufen hatte. Sie darf und soll während der Entwicklungsphase noch erweitert werden. Die Kleingruppen diskutierten zunächst darüber, was wichtig ist für Rhön-Grabfeld im Hinblick auf die Themen Kultur, Bildung und Demokratie. Im weiteren Verlauf waren insbesondere die Fragen nach Herausforderungen, nach bereits vorhandenen Räumen und Orten, die (um-)genutzt werden könnten, sowie nach spannenden Akteuren oder Projekten in der Region zentral. Abschließend kamen auch die eigenen Fähigkeiten der Teilnehmenden zur Sprache: Welche Kompetenzen oder Ressourcen bringen sie oder ihre Einrichtung mit, wie könnten sie sich für das Projekt einbringen? Auch hier erarbeiteten die Teilnehmenden ein breites Spektrum an Angeboten und Ideen und zeigten sich motiviert, das Projekt für den Landkreis voranzutreiben. Doch auch unabhängig von diesem Projekt, so war man sich einig, wird dieses Netzwerktreffen nicht wirkungslos bleiben.
Foto 1 & 3: Melina Scholz; Foto 2: Sophia Mohr
9. Oktober 2024: Ideenschmiede 2.0 - Ein Kulturmobil in Planung
Ideenschmiede 2.0
Ein Kulturmobil in Planung
Seit der Auftaktveranstaltung beschäftigen sich die Verantwortlichen und die für das Projekt zusammengestellte Steuerungsgruppe mit dem aus der Auftaktveranstaltung gewonnenen Stimmungsbild. Es geht um Vereinsamung, Überalterung der Gesellschaft, Inklusion, Mobilität, Interkulturalität, Demokratiebildung, fehlendes Angebot für Jugendliche und vieles mehr. Themen und Problemstellungen, deren Adressierung und Bearbeitung im ländlichen Raum erheblich davon profitiert, wenn sich nicht nur in den städtischen Zentren damit auseinandergesetzt würde, sondern auch in den kleinen Gemeinden und Dörfern. Die kulturelle Teilhabe mobil und mit maßgeschneiderten Angeboten tatsächlich erreichbar zu machen, wäre für Rhön-Grabfeld ein entscheidender Schritt – das Kulturmobil, als fahrbarer Raum für kulturelles Programm, die praktische Umsetzung.
Um an diesem Vorhaben weiterzuarbeiten, Ideen, Wünsche und Anregungen zu sammeln, veranstalteten die Projektverantwortlichen ein zweites Treffen. In der „Ideenschmiede 2.0 ׀ Ein Kulturmobil in Planung“ sollte erneut ein heterogenes Publikum zusammenkommen, das das Förderprojekt kennenlernen und konkret zur Erarbeitung des geplanten Kulturmobils und des Projektes allgemein beitragen kann. Interessierte waren herzlich eingeladen, am Mittwoch, den 09. Oktober, ab 18 Uhr im Kreiskulturzentrum Kloster Wechterswinkel (Um den Bau 6, 97654 Bastheim) mitzudiskutieren und Ideen einzubringen.

Fotos: Regina Warmuth
24. Juli 2025: Erste Netzwerkparty
1. Schaff | Räume | Rhön-Grabfeld Netzwerkparty
Freude über die nächste Phase im SUDHAUS Kultur Bräu e.V. in Bischofsheim
Unser Projekt „Schaff | Räume | Rhön-Grabfeld“ wurde im Rahmen des bundesweiten Förderprogramms „Aller.Land“ als eines von 30 Kulturvorhaben für die nächste Projektphase bis 2030 ausgewählt. Das Programm ist ein starkes Signal für mehr kulturelle Teilhabe, demokratische Räume und gemeinsames Gestalten im ländlichen Raum. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir dabei sind! Mit dem Konzept „Schaff | Räume | Rhön-Grabfeld“ beteiligt sich der Landkreis Rhön-Grabfeld am bundesweiten Förderprogramm für Kultur, Beteiligung und Demokratie „Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken“.
Am Donnerstag, dem 24. Juli wurde im SUDHAUS Kultur Bräu e.V. mit allen Akteur:innen, die das Bewerbungsverfahren mitgestaltet und unterstützt haben, gefeiert. Ob Kommune, Initiative, Kulturverein oder Einzelperson: Diese Förderung ist auch Ihr/Euer Erfolg!
Wie der Name schon sagt, stand bei der Netzwerkparty zum einen der Austausch verschiedenster Akteur:innen, zum anderen aber auch das Feiern der gemeinsamen Errungenschaft im Vordergrund. Nach einer Begrüßung durch die Leitung der Kulturagentur Astrid Hedrich-Scherpf und Amel Kemmerich von der Kultur Bräu e.V. wurden alle Gäste zu einer Runde Demokratiefitness eingeladen. Die Prozessbegleiterin Corinna Walz leitete durch eine Übung zur Stärkung des Motivationsmuskels, bei der Ideen für eine demokratische Gemeinschaft ausgetauscht wurden. Danach wurde das Buffet eröffnet, was als Partizipationsexperiment aus mitgebrachten Speisen der Beteiligten bestand. Später wurde ein kleiner Kurdisch-Tanzkurs angeboten, der die Bude ganz schön in Schwung gebracht hat!
Man konnte beobachten, das viel geredet und genetzwerkt wurde und, so scheint uns, auch wieder neue Pläne geschmiedet wurden. So haben wir uns das vorgestellt!
14. Oktober 2025: Erster Fachtag
1. Fachtag des Projekts “Schaff | Räume | Rhön-Grabfeld”
Unter dem Motto „Schaffst du mit?“ lud das Projekt „Schaff | Räume | Rhön-Grabfeld“ am 14. November 2025 zum ersten Fachtag in die Kulturscheune nach Nordheim i. d. Rhön ein. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Kultur, Bildung, Vereinsarbeit, Kommunen sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis folgten der Einladung, um miteinander ins Gespräch zu kommen, Ideen auszutauschen und neue Perspektiven für kulturelle Begegnungsräume im ländlichen Raum zu entwickeln.
Bereits am Nachmittag füllte sich die Kulturscheune mit Leben: Bei Kaffee und Snacks bot sich die Gelegenheit zum ersten Kennenlernen und zum Austausch über Erfahrungen aus der kulturellen Arbeit im Landkreis. Anschließend eröffneten Impulse aus Wissenschaft und Praxis den inhaltlichen Teil des Fachtags und gaben Denkanstöße dazu, welche Rolle Kultur für gesellschaftlichen Zusammenhalt, Beteiligung und Lebensqualität im ländlichen Raum spielen kann.
Im weiteren Verlauf des Nachmittags standen vor allem Austausch und Beteiligung im Mittelpunkt. In Workshops und Gesprächsrunden konnten die Teilnehmenden eigene Ideen einbringen, Herausforderungen aus ihrer Praxis diskutieren und gemeinsam überlegen, welche Räume, Formate und Kooperationen Kultur im Landkreis künftig stärken können. So wurde der Fachtag nicht nur zu einem Ort des Zuhörens, sondern vor allem zu einem Raum des Mitgestaltens.
Der Tag klang in entspannter Atmosphäre mit Musik und weiteren Gesprächen aus – und mit vielen neuen Impulsen für das Projekt „Schaff | Räume | Rhön-Grabfeld“. Der erste Fachtag setzte damit einen wichtigen Auftakt für den weiteren Beteiligungsprozess und zeigte, wie groß das Interesse an Austausch, Vernetzung und gemeinsamer kultureller Entwicklung in der Region ist.
Perspektivisch: Das Kulturmobil
Unser Projekt Schaff|Räume|Rhön-Grabfeld ist auch ohne Kulturmobil umsetzbar. Der fahrbare Untersatz für mobile Veranstaltungen und Formate wäre aber ein wichtiger Baustein – gewissermaßen das (große) Tüpfelchen auf dem I. Unser flächenmäßig großer Landkreis würde sehr davon profitieren, wenn kulturelle Veranstaltungen und Formate nicht nur in den größeren Zentren stattfänden, sondern auch zu den Menschen und in kleinere Orte kommen könnten. In der zweiten öffentlichen Veranstaltung (Ideenschmiede 2.0), die während der Konzeptionsphase für unsere Aller.Land Beteiligung stattfand, wurde ein solches Kulturmobil, das gleich zu Beginn in der Auftaktveranstaltung aus dem Plenum als Idee aufkam, konkretisiert.
Genutzt werden soll das Mobil, so der Wunsch der Bürgerinnen und Bürger, für Musik, Theater, Film und Kunstausstellungen, aber auch für Praxiskurse (z.B. Kochen), Spieleveranstaltungen oder als flexibler Treffpunkt für die Menschen vor Ort. Um diese Bedarfe zu erfüllen, bräuchte es also eine Grundausstattung an Ton- und Bühnentechnik, Material für Ausstellungen wie Schienensysteme zum Hängen von Gemälden oder Vitrinen und Podeste, eine mobile Küche und Sitzgelegenheiten. Ein Baukastensystem, das je nach geplanter Veranstaltung flexibel einsetzbar ist. Ein ähnliches Modell konnten Mitglieder der Steuerungsgruppe in der Oberpfalz besichtigen. Das dortige Heimatmobil beinhaltet ähnliche Möglichkeiten und es fand ein wertvoller Austausch über die Erarbeitung, die Ausstattung und die Finanzierungsmöglichkeiten statt.


© Christine Wehe-Bamberger
„Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken“ ist ein Förderprogramm für Kultur, Beteiligung und Demokratie. Gefördert wird „Aller.Land“ durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sowie durch die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Programmpartner ist das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI). Der Bund stellt für das Förderprogramm von 2023 bis 2030 insgesamt 69,4 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULEplus) sowie aus Mitteln der bpb zur Verfügung. Umgesetzt wird es vom Programmbüro Aller.Land (Projekteure bakv gGmbH).

Zur Aller.Land-Webseite