Ausstellungen

Ausstellungen im Kloster Wechterswinkel

Rund vier Ausstellungen sind im Kloster Wechterswinkel pro Jahr zu sehen - der Schwerpunkt liegt hierbei auf zeitgenössischer Kunst, insbesondere der Bildhauerei. Ergänzend treten mittelalterliche Ausstellungen hinzu, die den historischen Kontext des Kreiskulturzentrums aufnehmen und daran anknüpfend verschiedene Aspekte einer Kulturepoche beleuchten.

VERRÜCKEN UND VERRÜCKT WERDEN

Zwei bedeutende Bereiche des künstlerischen Schaffens von Christine Wehe Bamberger sind in der Ausstellung „Verrücken und verrückt werden“ zu sehen. Da sind zum einen die ortsbezogene Installation „Europas Frauen“ aus schwarzen Feinstrumpfhosen. Die Erkenntnis eines Symposiums im Kulturzentrum Mogosoaia/Rumänien zum tradierten Frauenbild in Ost- und Westeuropa setzt die Künstlerin seit den 2000er Jahren in Installationen um. Sie entdeckt dafür das Material der schwarzen Feinstrumpfhosen. Einerseits weil es ein typisches „weibliches“ Attribut ist – im Sinne von zart und verletzlich – und andererseits dennoch von hoher Widerstandskraft und Belastbarkeit. Im Innenhof des Klosters an der Kirchenwand von St. Cosmas und Damian werden „Europas Frauen 2021“ mit dem Titel „GEHORSAM“ gezeigt, der sich auf das Leben in einem Nonnenkloster bezieht. Vollendet wird die Installation im Altarraum der Kirche und vermittelt dadurch die Einheit des weltlichen und spirituellen Lebens einer Nonne. Andererseits zeigt die Ausstellung grafische Arbeiten aus dem Mikrokosmos des ökologischen Bewusstseins.

Die Grafikerin und Installationskünstlerin Christine Wehe Bamberger lebt in Bad Königshofen und arbeitet im 200 Jahre alten Ateliershaus „Altes Gut“ in Herbstadt, Landkreis Rhön-Grabfeld.  Sie ist Mitglied des BBK Unterfranken, in der VKU und engagiert sich in der Künstlergruppe LAFIWAPA sowie in der Gesellschaft „grabfeld+ateliers“.

Informationen zum Rahmenprogramm und öffentlichen Führungen finden Sie im digitalen Veranstaltungskalender.

Weitere Informationen und Buchungen für Gruppenführungen unter 09771 94-690

SAMSTAG, 21.08. BIS SONNTAG, 07.11.2021

Kloster erLeben - Kindheit im Mittelalter

Lange Zeit galt das Mittelalter als wenig kinderfreundlich: Kinder – so die einhellige Meinung – seien damals wie kleine Erwachsene behandelt worden. Neuere Forschungsergebnisse dagegen widerlegen diese Annahme: In mittelalterlichen Texten lassen sich durchaus Vorstellungen und Ansichten zur Kindererziehung finden, allerdings waren diese sehr unterschiedlich. Manche Gelehrte sahen in Kindern unschuldige, reine Wesen, andere verdammten sie als sündig geboren. Auch die Lebenswelten der Kinder unterschieden sich stark. Der Nachwuchs der Bauern musste früh bei der harten Feldarbeit mit anpacken, während adlige Jungen zu tapferen Rittern erzogen wurden und adlige Mädchen häufig gebildeter waren als ihre Brüder. Die Sonderausstellung im Kloster Wechterswinkel beleuchtet viele Aspekte einer Kindheit im Mittelalter, angefangen vom Babyalter bis zur Jugend. Wie sahen die Spielzeuge der Kleinen aus? Wie wurden Kinder in Familie, Schule und Kloster ausgebildet? All das und noch vieles mehr zeigt die Präsentation auf lebendige und eindrückliche Weise.

Die Ausstellung wurde konzipiert von der Kunsthistorikerin Dr. Alice Selinger aus Dreieich bei Frankfurt am Main.

Informationen zum Rahmenprogramm und öffentlichen Führungen finden Sie im digitalen Veranstaltungskalender.

Weitere Informationen und Buchungen für Gruppenführungen unter 09771 94-156

SAMSTAG, 11.09. BIS SONNTAG, 07.11.2021